macOS oder Linux?
macOS und Linux – Kurzübersicht
Die aggressiver werdende Verkaufspolitik von Microsoft sowie die damit verbundenen Repressalien lassen immer mehr Anwender nach Alternativen suchen. Vor allem im Bereich der Datensicherheit und der Privatsphäre sind Eingriffe von Regierungen und Behörden ermöglicht worden, welche zum Wechsel des Betriebssystems Anlass geben.
Die wichtigste Änderung bei Windows 12 ist wohl die Umstellung auf ein Abo-System, das, ähnlich wie bei anderen Streamingdiensten, zu monatlichen Zahlungen verpflichtet. Wer aber von seinem Betriebssystem abhängig wird, weil die wichtigsten Daten des Systems immer nur auf der Streaming-Cloud gespeichert sind, wird auch erpressbar durch immer wieder neue Auflagen.
Im Bereich der Staatssicherheit haben nun mehrere Länder, wie Frankreich, Deutschland und die Schweiz, begonnen, auf Open-Source-Systeme umzustellen. Dies auch aufgrund der Möglichkeit durch die USA, in Daten Einsicht zu nehmen oder im schlimmsten Fall, ganze Abo-Server sperren zu können. Für ein Land, aber auch für Firmen, welche ihre Daten auf diesen Servern lagern, wäre das die absolute Katastrophe.
Der Weg zu Open-Source-Systemen oder einer davon nicht betroffenen Plattform wie macOS, wird daher zur Alternative, diesen Gefahren zu entgehen.
Linux wird von vielen Anwendern empfohlen, da es komplett kostenfrei zur Verfügung steht. Man sollte aber nicht außer Acht lassen, dass Linux seine Stärken, aber auch seine Schwächen hat. Für den problemlosen Betrieb von Linux sollte daher fast immer ein ausgebildeter Techniker zur Verfügung stehen.
Bei macOS, das seit jeher für seine Benutzerfreundlichkeit bekannt ist, könnte man mit bekannten Programmen einfach weiter arbeiten, ohne neue Einschulungen vornehmen zu müssen. Hinzu kommt, dass macOS mit seinen Einbindungen von iOS für Smartphones, iPads uvm. eine fertige, komplette und hervorragend funktionierende IT-Umgebung geschaffen hat, die ihresgleichen sucht.
In beiden Fällen, ob Linux oder macOS, kann man davon ausgehen, dass im Behörden- oder Firmenbereich alleine durch den Wegfall der Lizenzkosten für das Betriebssystem, diverser Programme und Leistungen, ein wesentlicher Teil der Kosten für eine Umstellung, in kurzer Zeit amortisiert werden können.
Überblick
Sowohl macOS als auch Linux sind Betriebssysteme für Computer und sorgen dafür, dass der Computer überhaupt erst bedienbar wird.
Ein Betriebssystem verbindet:
- die Hardware 💻
- mit den Programmen 📦
- und dem Benutzer 👤
Was ist macOS
Apple entwickelt macOS speziell für Mac-Computer.
Beispiele:
- MacBook
- iMac
- Mac Mini
- Mac Studio
Eigenschaften von macOS
✅ modernes Design
✅ einfache Bedienung
✅ stabile Software
✅ perfekt auf Apple-Geräte abgestimmt
✅ kompatibel mit iOS und allen anderen Geräten von Apple
👉 Apple kontrolliert sowohl die Hardware als auch die Software. Das Betriebssystem ist seit Jahren kostenlos und bei jedem Apple Computer inkludiert. Zum Betriebssystem gehören Office Programme wie Pages, Numbers und Keynote, welche alle Funktionen des Microsoft Office Pakets erfüllen. Weiters enthalten sind einfache Programme für Videoschnitt, Bildbearbeitung, Musikverwaltung uvm. Alle Programme werden regelmäßig mit dem Betriebssystem kostenfrei aktualisiert.
Dadurch funktioniert vieles „einfach von selbst“.
Was ist Linux
Linux ist ein freies und offenes Betriebssystem. Es wurde ursprünglich von Linus Torvalds entwickelt.
Heute arbeiten weltweit tausende Entwickler an der ständigen Weiterentwicklung.
Linux gibt es in vielen Varianten
Diese Varianten nennt man Distributionen.
Bekannte Beispiele:
- Ubuntu
- Debian
- Fedora
👉 Linux kann auf vielen verschiedenen Computern eingesetzt werden. Die meisten Distributoren bieten ein umfassendes Programmpaket an.
Unterschiede bei der Bedienung
macOS
macOS ist auf einfache Bedienung ausgelegt.
Beispiele:
- Programme per Klick öffnen
- Einheitliches Design
- Wenig technische Einstellungen nötig
Sehr beliebt bei:
- Designern
- Fotografen
- Musikproduktion
- Büroarbeit
- Datenbankverwaltung
Keine Eingaben über das Terminal erforderlich. Hohe Benutzerfreundlichkeit!
Linux
Linux bietet mehr Kontrolle und Anpassung.
Man kann:
- das Aussehen ändern
- Funktionen erweitern
- das System stark anpassen
Oft wird das Terminal verwendet
⌨️ Benutzer tippt Befehle
🐧 Linux führt sie aus
Linux ist deshalb besonders beliebt bei:
- Programmierern
- Administratoren
- Servern
- IT-Technikern
Sicherheit
macOS
Apple kontrolliert:
- Hardware
- Software
- Updates
Dadurch ist macOS sehr stabil und sicher.
Linux
Linux gilt ebenfalls als sehr sicher.
Deshalb nutzen viele Linux-Server-Lösungen:
- Firmen
- Rechenzentren
- Webseiten
- Cloud-Systeme
Offenheit des Systems
macOS
macOS ist ein geschlossenes System.
Das bedeutet:
- Apple bestimmt die Regeln
- weniger Änderungen möglich
Vorteil:
✅ einfach und stabil
✅ Kompatibilität zu iOS, iPad, iTV uvm.
✅ umfangreiches Softwarangebot
Nachteil:
❌ weniger Freiheit
Linux
Linux ist Open Source.
Das bedeutet:
- der Quellcode ist öffentlich
- jeder kann mitentwickeln
- vieles darf angepasst werden
Vorteil:
✅ maximale Freiheit
Nachteil:
❌ manchmal komplizierter, technische Grundkenntnisse erforderlich
Typische Einsatzgebiete
macOS 🍎
- Videoschnitt
- Musikproduktion
- Grafikdesign
- Büroarbeit
Programme:
- Final Cut Pro
- Logic Pro
Linux 🐧
- Server
- Netzwerke
- Programmierung
- Cybersecurity
- Cloud-Systeme
Programme:
- Docker
- Apache HTTP Server
Service & Support
🍎 macOS
Lange Laufzeiten bei der Software und lange Haltbarkeit der Hardware bieten den Anwendern nahezu jahrzehntelange stabile Verwendung jeder Station. Dadurch fallen nur geringe Servicekosten an, welche auch ohne vertragliche Bindungen zu bestreiten sind.
🐧 Linux
Das Betriebssystem wird laufend von einer großen Community aktualisiert. Für die Aktualisierung selbst sind einfache Programmierkenntnisse oder ein Techniker erforderlich. Die Haltbarkeit der Hardware ist je nach Qualität unterschiedlich.
Fazit
🍎 macOS
„Einfach, schön und kontrolliert“
🐧 Linux
„Frei, flexibel und technisch“
Letztlich geht es nicht darum, ob etwas gut oder besser ist, sondern darum, welche Lösung den jeweiligen Bedürfnissen am besten angepasst werden kann. Ein Grafiker, der unter Windows immer mit Photoshop gearbeitet hat, kann dieses Programm auch unter macOS einfach weiter verwenden. Darüber hinaus gibt es auf macOS auch Office-Lösungen, die kostenfrei im Betriebssystem integriert sind.
Linux-Anwender benötigen eine wenig Zeit der Einarbeitung, weil das System zwar ideal für Programmierer, aber eben nicht ganz ohne kleine Tücken für Neulinge ist. Dafür erhält man eine freie Oberfläche, die jeder auf seinen Geschmack und Bedarf einrichten kann. Kann im Büroalltag aber auch lästig werden, wenn jeder Arbeitsplatz anders aussieht.
Es stellt sich also nicht die Frage, was besser ist, sondern lediglich, was man eher gewohnt ist. Leistbar bleiben beide Lösungen.