Das macOS Betriebssystem
Frühjahrs-Gimmick für Interessierte
Kaum wurde es bekannt, dass sogar ein ganzes Bundesland in Deutschland Microsoft gekündigt hat, kamen auch schon erfreulicherweise die ersten Anfragen, was man eigentlich tun muss, um von einem Microsoft Arbeitsplatz zu Apple Lösungen zu wechseln. Ein wesentlicher Teil der Anfragen betraf natürlich auch das Betriebssystem, also macOS, von Apple. Nun haben wir die wichtigsten Bestandteile zusammengetragen und in einer kurzen Übersicht zusammengefasst. Und wer noch mehr darüber wissen möchte, ist gerne eingeladen, bei uns nachzufragen.
19.02.2026
Das macOS Betriebssystem
Das Apple-Betriebssystem für Mac-Computer macOS wurde von Apple entwickelt und ist speziell auf die hauseigene Hardware (MacBook, iMac, Mac mini usw.) abgestimmt. macOS basiert technisch auf Unix, gilt als stabil, sicher und benutzerfreundlich und ist eng mit anderen Apple-Geräten wie iPhone und iPad verbunden (z. B. über iCloud, AirDrop oder Handoff).
Das System wird meist im Herbst eines Jahres unter einem neuen Namen und einer Systemzahl erneuert, wobei die wesentlichen Bedienungsmerkmale meist unverändert bleiben. Das System selbst wird mit sog. Releases laufend überarbeitet und etwaige Fehlerquellen ausgeschaltet. Pro vergebener Systemnummer, z. B. 16.0 für Tahoe, gibt es keine unterschiedlichen Versionen wie Student, Business usw. Jedes System ist daher immer eine Vollversion, ohne Abstriche.
Seit dem Jahr 2013 (Mavericks, 10.9) sind alle Betriebssysteme und alle Releases gratis bei jedem Apple-Gerät dabei.
Enthaltene Anwenderprogramme
Das macOS Betriebssystem wird mit einer umfangreichen Sammlung vorinstallierter Programme ausgeliefert, die den täglichen Gebrauch in Betrieben, Schulen oder für private Anwendungen vollstädnig abdecken. So sind die Programme Pages, Numbers und Keynote ein weit besserer Ersatz für Word, Exxcel und Power Point und mit diesen auch Kompatibel. Und wie schon erwähnt: gratis ohne unnötige Lizenzkosten!
📁 Organisation & System
- Finder – Dateiverwaltung und Zugriff auf Laufwerke
- Systemeinstellungen – Zentrale Konfiguration des Macs
- App Store – Download weiterer Programme
- Time Machine – Automatische Datensicherung
- iCloud mit verschiedenen Arten der Nutzung
🌐 Internet & Kommunikation
- Safari – Webbrowser
- Mail – E-Mail-Programm
- Nachrichten – Chat (iMessage)
- FaceTime – Audio- und Videotelefonie
- Kontakte – Adressverwaltung
- Kalender – Terminverwaltung
Alle Progrmme sind über die persönlichen Daten miteinander verknüpft; einfache Handhabung.
📝 Produktivität
- Pages – Büroprogramm mit umfangreichen Layout-Möglichkeiten, kompatibel mit allen Word Dokumenten
- Numbers – Tabellenkalkulation kompatibel mit Exxcel
- Keynote – Präsentationsprogramm kompatibel mit Power Point
- Freeform – Zeichenprogramm auf Vektorbasis
- Notizen – Kurze Texte, Checklisten, Scans
- Erinnerungen – Aufgabenverwaltung
- TextEdit – Einfacher Texteditor
- Vorschau – Anzeige und Bearbeitung von PDFs und Bildern
- Rechner – Taschenrechner
🎵 Medien & Unterhaltung
- Fotos – umfangreiche Fotoverwaltung und -bearbeitung
- Musik – Musikbibliothek und Streaming
- Garage Band – Musikprogramm zum Erzeugen eigener Musiktitel
- iMovie – Videoschnittprogramm zum Erstellen und Bearbeiten von Videos
- TV – Filme und Serien
- Podcasts – Podcast-Verwaltung
- Bücher – E-Books und PDF
- QuickTime Player – Video-Wiedergabe und Bildschirmaufnahme uvm.
macOS vs Windows - was sind die Unterschiede
Natürlich liegt der hauptsächliche Unterschied in der Verbreitung der Software und dem freien Markt der Computererzeuger. Einen PC kann jede Firma herstellen und verwendet dazu je nach Qualität auch unterschiedliche Bauteile. Die Software wird von vielen Softwarefirmen im Verwaltungs- und Bürobereich verwendet. Man kann davon ausgehen, dass etwa 90 - 95 % der Firmen Produkte wie Word usw. verwenden. Hinzu kommt, dass viele Softwareentwickler spezifisch auf Firmen abgestimmte Programm-Pakete erzeugen, diese aber nur für eben diese eine Plattform anbieten. Das führt zur Abhängigkeit von diesen Unternehmen und zur Abhängigkeit von Microsoft-Produkten. Die Ursachen hierfür finden sich in den ersten Jahren der Digitalisierung, wo Apple-Geräte aufgrund der hohen Qualitätsnormen teurer als Bürorechner gewesen sind. Das trifft heute bei weitem nicht mehr zu.
Heute zeigt sich aber immer mehr, dass diese Vormachtstellung sowohl von den Programmerzeugern als auch von den durch Microsoft aufgezwungenen Maßnahmen zum Nachteil des Kunden immer mehr ausgenutzt wird.
🔧 Herkunft & Ausrichtung
- macOS wird von Apple entwickelt und läuft ausschließlich auf Apple-Hardware (Mac).
- Windows stammt von Microsoft und läuft auf Hardware vieler Hersteller.
👉 Folge: Apple kontrolliert Hard- und Software aus einer Hand, während Windows auch auf sehr minderwertigen Geräten eingesetzt werden kann.
🖥️ Benutzeroberfläche & Bedienung
- macOS
- Schlichtes, gut übersichtliches, einheitliches Design
- Offene Architektur der Fenster und deren Anordnung
- Menüleiste immer oben am Bildschirm, schaltbar
- Unheimlich schnell durch eigene Chip-Architektur auch bei günstigsten Geräten
- Starke Gestensteuerung (Trackpad)
- Windows
- Sehr anpassbar (Fenster, Taskleiste, Startmenü)
- Menüleisten meist im jeweiligen Programm
- Maus- und Tastatur-orientiert
- Geschwindigkeit abhängig von der verwendeten Chip-Architektur (Preis abhängig)
🔐 Sicherheit & Wartung
- macOS
- Sehr gute Grundsicherheit (Gatekeeper, Sandboxing)
- Weniger Ziel von Malware
- Kein Virenschutz notwenig
- Kaum Wartungsaufwand
- Windows
- Häufigeres Ziel von Viren
- Virenscanner praktisch Pflicht
- Zwangsweise Bekanntgabe aller persönlicher Daten
- Oft gehackte Programme und Server
- Anfällig für Ransomware (kein wirksamer Virenschutz möglich)
- Datensperre im Krisenfall möglich
- Mehr Systempflege und hoher Wartungsaufwand erforderlich
🎮 Software & Spiele
- Windows
- Größere Auswahl an Spiel-Programmen
- Deutlich besser für Gaming
- macOS
- Hervorragend für Kreativsoftware (Design, Musik, Video)
- Weniger Spiele, eingeschränkte Treiberunterstützung
Vorteile von macOS ✅
- Sehr stabil und zuverlässig
- Intuitive Bedienung, ideal für Einsteiger
- Hohe Sicherheit ohne Zusatzsoftware
- Perfekte Integration mit iPhone & iPad
- Hochwertige vorinstallierte Programme
- Keine Lizenzkosten für das Betriebssystem
- Lange Software-Updates für ältere Geräte
Nachteile von macOS ❌
- Hardware oft teurer
- Bedingt aufrüstbar (RAM/SSD oft verlötet)
- Eingeschränkte Spieleauswahl
- Weniger Auswahl an Spezialsoftware
- Nur auf Apple-Geräten nutzbar
Fazit 🧭
- macOS eignet sich besonders für:
- Alltag, Studium, Büro
- Kreative Arbeit (Grafik, Video, Musik)
- Nutzer, die Einfachheit und Stabilität schätzen
- Windows eignet sich besonders für:
- Gaming
- Technische Spezialsoftware
- Nutzer, die maximale Hardwarefreiheit wollen
Es stellt sich nun die Frage, was für ein Unternehmen aus wirtschaftlicher Sicht besser oder schlechter ist. Benötigt man einen Spiele-Computer oder ein Kraftpaket, das vor allem aufgrund fehlender Lizenzkosten und weitaus geringerer Wartungskosten wirtschaftlicher ist? Für normale Büroanwendungen kann man daher jederzeit und sofort einen Wechsel ins Auge fassen. Die günstigsten Apple Modelle wie der MacMini M4 sind netto weit unter 600 Euro zu bekommen. Inkl. kostenfreiem Betriebssystem. Ein bestehender Monitor kann weiter verwendet werden und bei Tastatur und Maus kann man überlegen. Und das im Betriebssystem gratis enthaltene Softwarepaket aus Pages, Numbers und Keynote erledigt alle Office-Anforderungen sicher besser als vorher. Fertig!
Anders verhält es sich bei Spezialsoftware-Lösungen. Ja, das sind die Totengräber für ein günstiges Firmensystem. Obwohl das Umschreiben einer Software z. B. für ein Schüsselsystem im Hotel, ein Röntgengerät beim Arzt oder einer Verwaltungssoftware einfacher ist, als es die jeweiligen Programmierer zugeben wollen. Die wollen nur nicht. Denn was fangen die schon mit einem Rechner, der fast keine Wartung benötigt? Oder einer Software, bei der sie bei den Lizenzen nicht mitverdienen können? Ja, das sind die eigentlichen Kriterien, warum ihnen keine Software angeboten wird, die auf allen Plattformen funktionieren würde. Und auf diese Weise sind sie abhängig von einem oder mehreren Unternehmen, die ihnen eigentlich nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Keine Software ist einmalig und es liegt am Kunden selbst, den Anbietern die entsprechenden Erfordernisse klarzulegen. Haben wir nicht? Na, dann gibt es eben andere Anbieter, welche man fragen kann. Denn wie schon erwähnt: Keine Softwarelösung ist einmalig!


