Microsoft gekündigt
Neues Erwachen für alternative Software-Lösungen!
13.02.2026
Wer über einen möglichen Umstiegeinmal nachdenken möchte, kann sich hier weitere Informationen holen.
Erste Schritte zur Unabhängigkeit?
Es bröselt ein wenig bei Microsoft. Als erstes Bundesland in Deutschland hat der Digitalisierungsminister von Schleswig-Holstein, Dirk Schrödter, CDU, alle Verträge mit Microsoft gekündigt. Die gesamte Verwaltung wechselt daher zu einer Open-Source-Lösung. Hauptgrund dafür ist die nun gewonnene Unabhängigkeit von ausländischer Software. Im Krisenfall könnten die USA nämlich auch eine Datensperre veranlassen, wodurch auf sämtliche auf Servern gespeicherte Daten nicht mehr zugegriffen werden könnte. Vor allem Anwender von Microsoft-Lösungen wären davon betroffen, weil mit den neuen Betriebssystemen alle Daten von Microsoft verwaltet werden.
Natürlich trägt auch die Politik von Trump das Nötige dazu bei, da er als unberechenbar einzustufen ist. Im gesamten deutschen Bundesgebiet betragen allein die jährlichen Microsoft-Lizenzkosten mehr als 200 Millionen Euro. Mit diesem ersten Schritt würde also nicht nur die Unabhängigkeit, sondern auch ein wesentlicher Kostenfaktor erreicht werden, sofern der Bund nachzieht. In Deutschland liegt der Marktanteil im Bürobereich bei 92 Prozent. Microsoft hat seine Vormachtstellung aber auch deshalb, weil man den Kunden einen Systemwechsel schwer macht. Und auch die Lobbyisten sind sehr stark bei vielen Behörden vertreten.
Was davon betrifft auch Apple? Eigentlich sehr wenig. Denn so einfach, wie man sich das vorstellt, ist der Wechsel auf Open Source eben doch nicht. Denn als Betriebssystem stünde im Moment nur Linux zur Verfügung. Und dabei muss doch einiges beachtet werden. Daher kann man mit Apple, das zwar auch aus Amerika kommt, beruhigt weiter arbeiten. Oder eben damit ohne viel Aufwand Microsoft ersetzen. Denn Lizenzkosten gab und gibt es schon seit Jahren nicht mehr, und die Daten können auf heimischen Systemen ohne Einflussnahme durch die USA gesichert und verarbeitet werden. Denn keine der verwendeten Bürosoftware-Lösungen erfordert einen Speicher in den USA, wie bei Microsoft.
Das könnte nun bei einigen IT-Unternehmen Kopfschmerzen verursachen, welche sich allein von Microsoft Produkten abhängig gemacht haben. Denn wer zu Apple wechselt, erspart sich mehr als 80 % der bisherigen Wartungs- und Lizenzkosten. Erlebt bereits im Jahre 2008 beim größten Zeitungsverlag in Deutschland, dem Springer-Verlag, der diesen Schritt nach einigen Jahren der Übergangszeit erfolgreich hinter sich gebracht hat. Betroffen waren davon mehr als 10.000 Angestellte im gesamten Betriebsbereich. Dazu sei noch erwähnt, dass auch die französische Exekutive und viele Teile der Verwaltung bereits seit Jahren auf Open-Source-Lösungen umgestellt haben. Und man geht noch weiter. Die Regierung forciert den Ausstieg aus Zoom und Microsoft Teams in Behörden bis 2027.
Wenn heute also ein Unternehmer oder ein Staat den Rechenstift zur Hand nimmt und die Vorteile eines Ausstiegs von Microsoft Produkten berechnen würde, käme man vermutlich immer nur auf positive Zahlen. Weniger Wartungskosten, weniger IT-Leistungen, keine Lizenzgebühren und sicherere Systeme wären die Folge.
Und die Software-Anbieter? Ja, es war jahrzehntelang bequem, die Kunden mit einem System zu schröpfen. Nun sollte der Druck der Kunden, wie schon seit Jahren gefordert, dahingehend sein, Software-Lösungen für alle anderen Betriebssysteme zu liefern, um auch dabei unabhängig zu sein. Man hat es den Firmen bisher viel zu leicht gemacht, ihre erzwungenen Methoden beim Kunden anzuwenden.
Wenn also bereits Regierungen und Großkonzerne ernsthaft über solche Maßnahmen nachgedacht und auch schon danach gehandelt haben, sollten auch kleinere Unternehmen einmal darüber nachdenken, ob die bisherigen Lösungen auch wirklich noch die besten sind.
