Microsoft! Great Again?

März 2025

Wer nicht zahlt fliegt raus!

Die neuesten Grundvorausetzungen, um ein Windows gestütztes System zu betreiben, sind neben der unaufhörlich steigenden Kosten nun auch der Zwang, "echte" Konten zu erstellen und Cloud-Lösungen verpflichtend vorzuschreiben. 
Absoluter Hammer sind aber auch die Verpflichtungen, private Benutzernamen und Passwörter an Microsoft zu senden, um weiterhin Mail-Verkehr betreiben zu können.

Wer sich das alles gefallen lässt, ist selber Schuld!

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Make Microsoft Great Again?

MS

Man könnte meinen, Microsoft hat sich diesem schwachsinnigen Slogan angepasst. Denn nur so lässt sich erklären, warum die teilweise schon bestehenden oder bevorstehenden Neuerungen für die Kunden nur Kosten und Zwänge zum Vorteil des Unternehmens und zum erheblichen Nachteil der Kunden bringen.

Am Beispiel Windows 11 Server 2025

Wie bei vielen anderen Produkten von Microsoft ist die Cloud-Anbindung Pflicht und somit setzt man seine Daten dem Goodwill der dortigen Betreiber aus. Dafür bietet man Hotpatching, also die Upgrades ohne Neustart an, was aber dazu führen kann, dass diese Funktionen auch von Hackern erlernt und übernommen werden können. Microsoft hat diese Technik auch schon in der Azure Edition des Windows Server 2022 Datencenters angewendet und viele Azure Anwender können wohl ein Lied davon singen, welche Unannehmlichkeiten man damals damit erlebt hat. Und - nicht alle Updates eignen sich für Hotpatching, somit ist man mit dem Rest der Arbeit wieder auf sich selbst oder einem IT-Unternehmen angewiesen.

Am Beispiel Windows 11

Natürlich ist schon längst bekannt, dass ab dem 10. Oktober 2025 keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr für Windows 10 angeboten werden. Jedoch droht derzeit schon vielen Windows 11 Anwendern ein Stopp der kostenlosen Sicherheitsupdates noch vor dem Oktober 2025. Wer zuerst an einen Bug dachte wie bei einer der vorherigen Upgrade Versionen, wird sofort eines Besseren belehrt. Nein! Kein Bug! Sondern Absicht, denn Microsoft will es so! Die meisten Windows 11 Installationen erhalten nur zwei bis drei Jahre lang kostenlose Sicherheitsupdates und bei vielen ist dieser Zeitpunkt schon eingetreten oder bald erreicht.
Wer bisher davon nicht betroffen war, dem kann in naher Zukunft auch keiner der bekannten Tricks dabei helfen, aus dieser Falle wieder heraus zu kommen. Bitter für jene, die bereits von 10 auf 11 gewechselt haben. Traurig für Microsoft, wie man mit den Kunden umgeht.
Trotzdem der „Konto-Zwang“ bei vielen Anwendern schlecht ankommt, bleibt das Unternehmen unverrückbar bei diesen neuen Regelungen. Wer also kein Konto hat, fliegt raus!

Am Beispiel „Outlook neu“

Mit der Einführung von „Outlook neu“ als Gratisversion auch ohne Office Paket, macht Microsoft den nächsten Schritt, um Kunden auf die Microsoft-Cloud zu zwingen. Denn ohne die Cloud geht nichts! Darüber hinaus sind dabei aber nicht nur die Outlook Konten betroffen, sondern tatsächlich der gesamte Mail-Verkehr über IMAP. Ein Mail wird daher zuerst an die Cloud und dann an den Kunden weiter gesendet. Dafür müssen alle Kunden im Vorfeld alle Konfigurationsdaten, inklusive Benutzernamen und Passwörter an Microsoft übermitteln.
Sogar das deutsche BSI vergleicht diese Weitergabe sensibler Daten mit der Weitergabe eines Zweitschlüssel für den Briefkasten. Denn niemand kann garantieren, dass diese Daten nicht doch einmal in die falschen Hände geraten und so aus einem Nutzer einen “gläsernen Mensch“ machen.
Was aber noch dazu kommt, ist der Umstand, dass alle Mail-Daten über dieses eine Nadelöhr geleitet werden. Und was ist, wenn dieser Server wie schon vorher ausfällt? Erst im März 2025 kam es wieder zu Problemen, da der Zugriff auf Mails mit dem iOS nicht möglich waren. Microsoft arbeitet daran, waren die über Tage andauernden lapidaren Aussagen.

Es gäbe noch eine ganze Reihe von Windows Programmen oder Erweiterungen die nach kurzer Zeit wieder vom Markt genommen werden mussten wie z.B.: Line Printer Daemon, Upgrades mit Bugs, Cipher DES (Verschlüsselung), Sicherheitslecks bei Routern, Remote Desktop App usw. und dennoch schwören die IT-Beratungsfirmen alle Kunden darauf ein, rasch auf Windows 11 zu wechseln. Wenn man bedenkt wie viele Millionen Rechner davon betroffen sind, kann man sich die Umsatzzahlen wohl gut vorstellen.

Richtig ist, dass einige Bundes- und Landesverwaltungen in Deutschland bereits über Open-Source-Lösungen anstelle von Microsoft Produkten wie Office udgl. nachdenken. Hat doch vor vielen Jahren der größte Verlag in Deutschland den Wechsel auf MacOS bei einigen tausend Arbeitsplätzen mit einem Schlag durchgeführt und ist auch Jahre danach mit der damaligen Entscheidung mehr als zufrieden. Viel weniger Probleme oder Ausfälle, keine Lizenzzahlungen und weit geringere Wartungsgebühren stellen dafür eine klare positive Bilanz dar.

Budgetsanierung durch Systemwechsel?

Auch bei uns wäre es einmal an der Zeit, den Rechenstift zur Hand zu nehmen und darüber hinaus nachzudenken, ob man weiterhin bereit ist, sich den weiteren Pflanzereien eines Unternehmens wie ein Masochist unterzuordnen. Es gibt keine anderen Lösungen? Doch, es gibt andere Lösungen! Man sollte nur dem Mut aufbringen, einmal darüber nachzudenken!

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Erhaltungskosten eines Betriebssystems ohne willkürliche Lizenzkosten, mit oder ohne Open-Source-Lösungen, wie z.B. bei MacOS, über Jahre gerechnet nur einen Bruchteil der Gesamtkosten bestehender Windows Systemen ausmachen.