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Bericht zur WWDC19


Ja, es war wieder einmal soweit und die Keynote zur WWDC19 verbarg einiges Neues. Und doch - ein wenig bitterer Beigeschmack war doch dabei, als der mit freudiger Erwartung präsentierte neue MacPro auf die Bühne kam. Es war die eine Zehntelsekunde des Erstaunens, bis der Jubel losbrach. Einige hatte es ja doch die Stimme verschlagen.

Und da war er! Ein Mittelding zwischen Vintage und Futurama, aber natürlich ein richtiges Kraftpaket. Über das Aussehen (Reibe, Käseraspel oder Gurkenschneider) mag man geteilter Meinung sein, funktionell wird er in jedem Fall sein.

Der Beigeschmack kam, als die Grundpreise bekannt gegeben wurden. Ja, man ist wieder auf die Apple-Eigene Preislinie verfallen - teuer! Na gut, er wird sehr schnell sein, aber bei einem Grundpreis von momentan $ 5.999,- kann man sich leicht vorstellen, was eine vernünftig ausgebaute Version kosten wird.

Und dann war da noch das neue Apple Display! Sehr, sehr bitter! Einstieg bei $ 4.999,-. Gut! Auch das Display natürlich vom Feinsten, absolute Profiware, aber der Mittelstand wird darüber noch sehr lange nachdenken.

Ich fühlte mich etwas zurückversetzt in die späten 80er Jahre, wo mir die Kombination aus Quadra 950 und Apple Screen 190.000 ÖS (ca. 13,860 Euro) gekostet hat. Na ja, Preise wie vor 30 Jahren könnte man sagen. Aber in einer Zeit, wo der „Geiz-ist-geil-Gedanke“ im Vordergrund steht, muss das eben nicht von Vorteil sein. Es hätte sicher nicht sein müssen, dass Apple die gesamten Entwicklungskosten in nur einem Modell kompensiert, auch wenn es unschlagbar gut ist.

Obwohl es darüber schon sicher hunderte Beschreibungen gibt, dennoch eine kleine Zusammenfassung der Fakten.

 

Apple Mac Pro

MacPro 2019 - die Zahlen!

Xeon-Prozessoren mit bis zu 28 Kernen
64 PCI Express-Lanes Speichersystem 2933 MHz bis 1,5 TB
12 physische DIMM-Steckplätze
8 PCIe-Erweiterungssteckplätze
Grafikarchitektur mit den leistungsstärksten Grafikkarten der Welt Radeon Pro 580X oder Radeon Pro Vega 2, Dual Betrieb ist möglich!
Afterburner: Hardware-Beschleunigung für Decoding von Videos bei 6.3 Milliarden Pixel pro Sekunde.
Bis zu 3 8K-Streams oder 12 4K-Streams simultan.
28 Teraflops Grafikleistung

Und für AVID User: Der neue MacPro kann sechs HDX Karten verdauen.

 

Pro Display Pro XDR 

Pro Display XDR

32-Zoll-LCD-Panel mit einer Auflösung von 6016 x 3384 6K Retina bei mehr als 20 Millionen Pixeln
P3-Farbraum mit echten 10-Bit-Farben für über 1 Milliarde Farben
superbreiter, farbgenauer, außermittiger Betrachtungswinkel
Antireflexbeschichtung gegen Aufpreis (!)
hintergrundbeleuchtetes System mit LEDs, die 1.000 Nits Vollbildhelligkeit und 1.600 Nits Spitzenhelligkeit
Kontrastverhältnis: 1.000.000.000:1
Thunderbolt 3

Und dann war da noch der exklusiver Ständer für das Pro Display, um satte 1.000 Dollar extra!

Natürlich gab es auch jede Menge Neuerungen bei den bestehenden Betriebssystemen.

 

Das neue MacOS 10.15 mit dem hübschen Namen: „Catalina“!

In Catalina wird es das klassische „iTunes“ nicht mehr geben. Die Inhalte werden auf Apple Music, Apple Podcasts und Apple TV aufgeteilt. War sicher eine gute Idee, denn die iTunes SW war längst fällig.

Sidecar: iPads lassen sich in Zukunft als Zweitmonitor nutzen und das auch kabellos.
Klickbare Elemente erhalten bei Bedarf Nummern und können so mit der Stimme gesteuert werden.
„Find My“ ist eine App, die sowohl eigene Apple-Geräte als auch die von Freunden finden und auf einer Karte anzeigen kann. Dank Bluetooth-Beacons auch wenn sie nicht eingeschaltet sind.

 

tvOS -

- das neue Operatingsystem für Apple TV Anwender mit dem neuen Hammer, dass dieses System auch den Dualshock-Controller der PS4 und der Xbox One-Controller unterstützen wird!

 

Apple Watch

bringt neue Watchfaces, Sounds und Vibrationen zur vollen Stunde, Gesundheits- und Fitness-Funktionen wie Walking Pace und für Disco-Besucher ein Phonometer, zur Messung der Lautstärke.

Letztlich noch eine App zum Protokollieren des Zyklus der Menstruation, deren Stärke und eine Prognose, wann die nächste Regelblutung zu erwarten ist.

Na ja …

 

iOS 13

Doppelt so schnell wie iOS 12, mit einer schnelleren Face ID-Entsperrung und App-Installation. Apps starten soll ebenso doppelt so schnell als bisher sein und das Ganze nun auch im Darkmode.

Die Tastatur bekommt einen Wischmodus und Fotos schlägt erkannte Personen zum Teilen vor. Die Music-App zeigt nun auch in iOS Songtexte an.

Apple Maps wurde ebenfalls überarbeitet. Orte und Ortslisten können besser organisiert und geteilt werden und mit „Look Around“ verwendet Apple Maps jetzt auch Street View.

Als Gegengewicht zu Google und Facebook kommt Apple nun mit einem eigenen Dienst: „Login with Apple“.

Homekit wird mit ausgewählten Partnern wie Linksys und Eero ebenfalls sicherer. Überwachungskameras schicken verschlüsselte Videodaten an die iCloud und zurück an iPad oder iPhone.

Memojis erhalten mehr Anpassungsmöglichkeiten, der Portraitmodus in der Kamera-App erhält neue verrückbare Studiolichter, die Fotos-App erhält mehr Möglichkeiten zur Anpassung von Bildparametern, Videos können nun gedreht werden uvm.

 

iPadOS …

… wird ein eigenes Betriebssystem. Gestenbasierte Steuerung, verschiebbare Dialoge und Widgets lassen sich auf dem Homescreen festpinnen.

Neue Multitasking-Gesten, besserer Splitscreen mit cleverem Drag & Drop und Expose nun auch am iPad. Am Besten aber: Unterstützung für externe Datenträger über USB oder Card. Man kann dann sogar Kameras anpassen und Fotos mittels Download-Manager direkt auf dem iPad importieren. Das war schon überfällig!

Safari zeigt nun Webseiten automatisch im Desktop-Modus an und ganz zum Schluss gibt es eine neue Auswahl an Kopierfunktionen und Copy-&-Paste-Werkzeuge (z.B.: Drei-Finger-Wisch zum Rückgängigmachen).

Alles in allem - viel Neues und Gutes!

 

Fazit:

Na ja, wenn der erste Schock über die neuen Preise verraucht ist, das neue Design mit der Zeit vielleicht doch gefällt, wird man sich auf die garantiert unglaublichen Daten der neuen Hardware konzentrieren. Und diese Daten haben es in jedem Fall in sich. Hightech für Profis, ja, das steht fest. Wie viele Profis sich das leisten werden können, sagen dann die Zahlen im nächsten Frühjahr.

 

Apple mac pro new display final cut screen 060319

Übrigens die ganze Keynote gibt es natürlich auf der Apple Seite jederzeit nachzuholen. 2 Stunden 18 Minuten - aber interessant und empfehlenswert!

Das Geschäft mit der Angst - Erpresser-Mails!

Cyber 2Immer öfter werden Personen durch Mail-Kontakt, neuerdings aber auch durch Anrufe auf dem Handy, aufgefordert, Geldbeträge, vor allem in BitCoins, zu bezahlen, um nicht beim Dienstgeber, bei Freunden und Verwandten bloßgestellt zu werden. Dabei wird angegeben, den Router oder den Computer des Opfers mit einer Software manipuliert zu haben und man beim Besuch von „Sex-Chats“ über die installierte Kamera sogar aufgenommen worden ist.

Wer hat nicht einmal schon eine dieser Sex-Seiten besucht. Also trifft man oft ins Schwarze und aus Scham und Angst vor einer möglichen Bloßstellung werden diese Beträge, meistens zwischen 200 bis 600 Euro oder Dollar, auch bezahlt. Eine Garantie, dass keine weiteren Forderungen kommen, gibt es natürlich nicht.

Meist stellen die Erpresser dem Opfer auch eine Zahlungsfrist. Wir geben an dieser Stelle den Rat, diese Frist ohne Angst verstreichen zu lassen. Es gibt keine Aufzeichnungen, auch wenn man täglich 20 Stunden lang auf Sex-Seiten herumsuchen würde!

Neu sind die Anschuldigungen nun auch über die Handynummer. Man wird angerufen und der Untreue bezichtigt und obwohl dabei keine peinlichen Bilder angeboten werden, könnte man doch ein schlechtes Gewissen bekommen. Natürlich fragt man sich auch, wie der Anrufer die Nummer und vielleicht sogar die Mail-Adresse erhalten haben kann, aber das in in Zeiten von Social-Media wohl nicht sehr verwunderlich.

Der Hintergrund dieses Systems ist leicht durchschaubar. Einerseits gehört das Tabuthema „Sex“ immer zu den heiklen persönlichen Bereichen, andererseits ist man durch die andauernde Berichterstattung von Hackerangriffen und Ransomware verunsichert, dass die Informationen vielleicht doch echt sein könnten.

Sie sind es nicht!

Wie sollte man sich nun verhalten? Unser Tipp: Vergessen und löschen! In keinem Fall sollt man versuchen, direkt mit dem Absender in Kontakt zu treten, sofern dies überhaupt möglich ist. Dies hat nur zur Folge, dass man nun noch direkter mit dem Täter konfrontiert wird und die Drohungen sicher noch massiver werden. 

Und etwas zu bezahlen natürlich auch nicht!

Die Frage die bleibt ist, ob man diese Art der versuchten Erpressungen nun zur Anzeige bringen sollte. Nun ja, das bleibt jedem selbst überlassen. Natürlich gehört der Sachverhalt zu den sog. Offizialdelikten (= von Amtswegen zu verfolgen!), jedoch ist die Chance, vielleicht einen Täter zu ermitteln, sehr gering. Es trägt meistens nur zur Steigerung der Statistiken bei, als zur Aufklärung. Wem es also hilft, dem bleibt dieser Weg offen, auch wenn es meine ehemaligen Kollegen wohl nicht gerade erfreuen wird.

 

Zusatz: Laut letzter Mitteilung des BMI im April 2019 soll man derartige Mail nun doch zur Anzeige bringen. Es soll zumindest statistisch erfasst werden, wieviele Betroffene es gibt und wann derartige Mails vermehrt auftreten.

Über die Sinnhaftigkeit lässt sich streiten, denn Täter werden damit vermutlich nicht gefasst werden.

Jetzt wird's ruhiger!

 

Organisatorisches in eigener Sache!

 

Roboter2

Mit Jahresbeginn 2018 haben bei uns einige kleine organisatorische Änderungen stattgefunden. Diverse Agenden wurden an unseren Partner Manfred Fink, der Fa. digimatik, abgegeben.

Mit Erreichung meines Pensionsalters soll es nun etwas ruhiger bei mir werden (siehe linkes Bild) und ich werde mich mehr auf unsere Beratungen, Kurse und Vorträge konzentrieren. Macht für unsere Kunden eigentlich keinen Unterschied, da es diese Arbeitsteilung schon immer gegeben hat und Manfred Fink und ich schon seit mehr als 20 Jahren zusammenarbeiten.

Lediglich die Tonstudios und ein paar grafische Ratschläge werden nach wie vor in meinen Agenden verbleiben. Und mein persönliches Steckenpferd, die Internet-Sicherheit, kann ich als langjähriger Angehöriger des Polizeidienstes natürlich auch nicht sofort abgeben. Und für Rat und Tat bin ich ja immer noch zu haben.

An dieser Stelle also ein Danke, an alle anderen Kunden, für die wirklich langjährige Treue, die mir gezeigt hat, dass ich in den letzten 33 Jahren doch nicht alles falsch gemacht haben kann. 

Freundlichst Gerhard Sykora

IT-Vorträge: Angstmacher oder Berater?

Cyber 2Natürlich versuche auch ich, immer auf den neuesten Wissensstand zu sein und besuche auch selbst Vorträge über IT-Sicherheit. Was mir dabei aber untergekommen ist, hatte mit plausibler Erklärung einfacher Maßnahmen nichts zu tun. Aus den Vorträgen zweier gebildeter Herren war eigentlich nur deutlich zu hören, dass man die Sicherheit den „Experten“ überlassen solle und dafür natürlich viel, viel Geld ausgeben soll.

Bereits nach den ersten Einführungen und einer sehr ausgiebigen Vorstellung der besonderen Leistungen der handelnden Personen, war klar, in welche Richtung der Vortrag gehen würde. Mit Fachbegriffen wurde nicht gespart und aus den immer ratloser werdenden Gesichtern der Zuhörer konnte man erkennen, dass nach der ersten Stunde viele nicht mehr mit den Ausführungen mithalten konnten.

Musste das sein? Einfache Erklärungen, die rasch Schäden vermeiden würden, kamen fast nicht zur Sprache. Dafür wurde ausgiebig über Firewalls, Virenschutz und "Experten" berichtet. Datensicherheit fand überhaupt nur noch in der „Wolke“ statt und kein einziges Wort wurde über Systemtrennung oder Systemwechsel verloren.

Auf meine Frage in der Pause an einen Herrn Magister, warum eigentlich nie das Wort „alternative Systeme“ oder gar „MacOS“ zu Sprache kommen, wurde lediglich mit einem müden Lächeln darauf hingewiesen, dass diese Systeme sowieso nur wenige haben.

Und da wären wir wieder beim Thema: Man will seitens der eingefleischten EDV-Gemeinde davon gar nichts hören, denn dann würden eben diese Herren und viele andere in dieser Branche wohl auch sehr viel weniger verdienen.

Ebenso wurde der Frage, warum man eine Computer gesteuerte Maschine oder ein Schlüsselsystem für Hotels im selben Netz wie das Gäste-Internet haben soll, ausgewichen, weil das eben nicht üblich sei und der Aufwand dafür sich nicht lohnen würde. Aufwand? Welcher Aufwand? Ein zweiter in sich geschlossener Netzbereich ist ein zusätzlicher Aufwand?

Spätestens dann sollte dem Zuhörer klar gewesen sein, dass hier andere Interessen im Spiel waren als IT-Sicherheit.

Mein Fazit: Die Herren hatten von einfacher IT-Sicherheit für Normalsterbliche keine Ahnung und dachten nur ans Geldverdienen!

Mac Server und die Gerüchte

 

Und dann war da noch ...

50px OS X Logo svg... eine von vielen Anfragen und Gerüchten betreffend Server mit MacOS X! Daher einige allgemeinen Informationen für einige Unverbesserliche, die es sich zur Gewohnheit gemacht haben, eigentlich so über alles was Apple betrifft, herzuziehen. Wie die Erfahrung der letzten Monate gezeigt hat, werden Serverlösungen bzw. deren Neuinstallationen immer noch als "... gewaltige Investition", verbunden mit  "... hohen Kosten" usw. von der Micro-Gemeinde angekündigt und leider auch immer noch verkauft. Dabei werden "unbedingt erforderliche" Kosten für Backup-Systeme im fünfstelligen Bereich als "normal" bezeichnet und Installationszeiten und -kosten in fast ebensolchen Größenordnungen angeboten. Dazu werden ebenso "unbedingt erforderliche" Serviceverträge, die über Monate und Jahre weitere Kosten verursachen, angekündigt und auch abgeschlossen. Schluss damit! Wer sich wirklich einmal für eine extrem schnelle und leistbare Serverlösung mit entsprechend schnellem Backup-System interessiert, sollte einmal bei uns nachfragen. Dabei ist es egal, ob als Clients weiterhin PC in Verwendung sind, weil sich viele mit verschiedenen Softwarelösungen eigentlich an die jeweilige Firma "verkauft" haben, ob ein "gemischtes System" oder eine reine Apple Lösung gefragt ist. Die Kosten dafür sind leistbar geworden und wer es auch nicht glauben will: Für Apple Systeme werden üblicherweise keine Serviceverträge abgeschlossen!

Und warum? Weil es eigentlich nicht erforderlich ist. Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie oft oder eigentlich wie wenig Servicearbeiten an einer Apple Station erforderlich sind. Wer darauf achtet, kann die wichtigsten Arbeiten selbst durchführen und die lassen sich in kurzer Zeit erklären. Ist einmal ein "Service" fällig, ist auch das mit geringem Zeitaufwand möglich, ohne dafür laufende Kosten in Anspruch nehmen zu müssen. Was Updates, Programmänderungen und Ähnliches betrifft, das kann auch über Fernwartung betreut werden, die ebenfalls sehr wirtschaftlich ist. Was damit gesagt werden soll ist der Umstand, dass viele Firmen es bisher so gewohnt waren, bei zwei, drei oder mehr Geräten auch gleich einen "Techniker" mieten zu müssen. Umdenken ist angesagt! Gerade für kleine und mittlere Unternehmen, die sich bisher gescheut haben oder auf Grund der Schlechtrederei dieser Themen, keine oder eine veraltete Serverlösung verwenden, bieten sich die Apple Lösungen geradezu an.

Nichts hält ewig und kein System ist unfehlbar - aber wirtschaftlicher als alles andere ist Apple bestimmt. Und allen eingfleischten und fast militanten Win-Anwendern sei wieder einmal mitgeteilt: Es gibt immer noch keine Viren am Mac!

 

berichte

Alles was nicht unbedingt in den Beschreibungen steht, aber auch Kommentare und Erfahrungen, finden sich bei unseren Berichten. Einmal mehr, einmal weniger, was ein Thema eben so bringt. Natürlich auch "Altes", was zum Nachlesen dienen soll.

Und hat es nicht für einen ganzen Bericht gereicht, haben wir auch in den monatlichen Newslettern in Kurzform darüber berichtet.

 

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